Ein Thema welches immer wieder auftritt: Gleichzeitiger Fettabbau und Muskelaufbau. Der Prozess nennt sich Bodyrecomposition. So viel sei vorne weg erwähnt: Die Bodyrecomposition ist möglich!

Doch ist dieser Weg sehr schwer zu begehen. Es ist ein – für den einen mehr, für den anderen weniger – recht diszipliniertes und strukturiertes Essverhalten notwendig wohingegen jeder Anfänger, Einsteiger oder Wiedereinsteiger sie wahrscheinlich schon erlebt hat.

Wenn der Körper eine Irritation seines Status quo erlebt wird er darauf reagieren. Oft reicht es aus einfach mit körperlicher Bewegung anzufangen, vor allem solchen Bewegungen welche dem Körper Kraft abverlangen, also Krafttraining. Dabei spielt es zunächst keine Rolle welches Ziel mit dem Krafttraining verfolgt wird. Die meisten Anfänger verändern bei dem Einstieg nichts an ihrem Essverhalten, der Körper benötigt aber mehr Energie und reagiert gleichzeitig auf die Reize durch das Krafttraining. Besonders in der Anfangsphase reagiert der Körper mit einem Muskelwachstum, auch wenn er extern theoretisch ‚zu wenig‘ zugeführt bekommt. Durch die negative Kalorienbilanz ist er gleichzeitig gezwungen auf Fettreserven zurückzugreifen. Das Ergebnis: Die Bodyrecomposition. Irgendwann aber hört auch diese Entwicklung auf. Für fortgeschrittene Athleten gibt es verschiedene Wege diesen Prozess weiter zu verfolgen.

Bodyrecomposition für Fortgeschrittene Athleten – das Intermittent Fasting

Das Intermittent Fasting verfolgt das Prinzip in Fastenfenstern mindesten so viel Fett zu verstoffwechseln wie in den Essensphasen aufgebaut werden könnte und trotzdem eine positive Energiebilanz zu besitzen. (um es mal pauschal einfach auszudürcken) Dieser Weg ist nicht unbedingt für jeden geeignet, einige kommen gut damit zurecht, andere weniger gut, manche gar nicht. Doch gilt es dabei mehr zu beachten als einige Stunden zu fasten und in einem ‚fixen‘ Zeitfenster zu essen. Auch die Auswahl des Essens und das Nährstofftiming (welche Nährstoffe werden wann zugeführt) spielen eine entscheidende Rolle.

Carb Cycling oder Kcal Cycling

Das Cycling versteht letztlich, dass ein Wechsel zwischen Kalorienüberschuss und Defizit stattfindet und dieser Wechsel mit dem veränderten Einsatz von Kohlenhydraten erzeugt wird. Ein weiterer Ansatz dieses Prinzips ist es den Fettaufbau durch eine angepasste Energiezufuhr an die Bedingungen eines Trainings- oder trainingsfreien Tag minimal zu halten.

Ohne näher auf die Prinzipien einzugehen lässt sich festhalten: Die Bodyrecomposition ist definitiv möglich und ist nicht irgendein Mythos. Doch schafft es nicht jeder den Weg zu bestreiten und vor allem ist dies kein Prozess der 12 Monate/Jahr anhält. Allerdings können gerade Anfänger, Einsteiger und Wiedereinsteiger diesen Prozess erleben und davon stark profitieren. Fortgeschrittene hingegen müssen sich einem ziemlich strickten Ernährungsplan ‚unterwerfen‘ und ihr Essverhalten ‚kontrollieren‘.

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Schwieriges Thema. Das Problem hierbei ist letztendlich, dass man sich klar darüber sein muss, dass die Fortschritte gradueller Natur sind. Wer rasche Ergebnisse sehen will, der sollte sich ein bestimmtes Ziel, Fettabbau oder Muskelaufbau, setzen und es dann beharrlich verfolgen. Natürlich wird ein Anfänger immer einen gewissen Rekompositions-Effekt erleben – aber das liegt in der Natur der Sache und dem veränderten Bewegungsverhalten.
Da die meisten Anfänger noch nicht so viel Know-How in diesen Bereichen haben, fühlen sie sich – ohne einen Experten an ihrer Seite – oftmals überfordert. (Wen wundert es, bei der Fülle an Informationen).
Hätte mir den Artikel etwas länger und tiefer gewünscht, Thomas. 😉
gruß

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    Das ist ja prinzipiell das was ich in einem kurzen Überblick mit dem Artikel vermitteln wollte. Länge und Tiefe wird es wieder geben, auch die einzelnen Themen der Ernährungsmythen über die ich schreibe werden in Zukunft noch eine tiefere Betrachtung genießen.
    Step by step 😉

    Antworten

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