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Mit gemischten Gefühlen schreibe ich diesen Report. Dazu hole ich für euch ein wenig aus. Am Montagabend habe ich mich für die letzte Überarbeitung meiner Kür mit Michael Metzger getroffen. Zuvor bin ich über den Mittag in der Sauna gewesen. Rückenschmerzen hatten mich geplagt und insgesamt war ich ziemlich ausgelaugt – eine Pause ist bitter nötig gewesen. Abends hat es dann angefangen, dass ich Probleme mit dem Magen bekommen habe. Ein ständiges Aufstoßen war unumgänglich und die Nacht über hat der Durchfall angefangen. Ein schönes Omen für den Wettkampftag… Dienstag kamen dann massig Magenkrämpfe dazu, welche mir den Tag schön versaut haben. Im Endeffekt habe ich also Dienstagmittag bis Donnerstagmorgen nur im Bett gelegen, geschwitzt, viel zu wenig getrunken und hin und wieder Zeit auf der Toilette verbracht.

Am Donnerstagmorgen habe ich auf meiner Wage dann 70kg gewogen. Den Morgen über bis zum Wiegen und Einschreiben (ca. 14:30 Uhr) habe ich mich in Sachen Trinken und Essen zurück gehalten. Dem Magen hingegen war das ziemlich egal, der hat mich schön weiter gequält. Neben dem ganzen Prozedere und dem Kampf gegen meinen Magen hat ist ein Wettkampfgewicht von ca. 69kg rum gekommen. Abends in der Pension habe ich zur Beruhigung des Magens etwas Reis gegessen sowie an dem kompletten darauf folgendem Vormittag. Eigentlich ist es nicht der Plan gewesen, vor dem Wettkampf noch Carbs zu essen. Das hat die Strategie nicht vorgesehen. Dem Magen war das aber ziemlich egal und aufgrund des ganzen Wasserverlustes und somit Volumenverlust musste hier gegen gesteuert werden.

Zum Wettkampftag hin ist der Magen nicht wieder in Ordnung gewesen, im Gegenteil: Am Morgen vor der Vorwahl in der Halle ist mein Kreislauf kurz dermaßen gekippt, dass ich dachte ich muss den Wettkampf abbrechen, weil es mir einfach so beschissen ging. Aber auch das hatte sich wieder beruhigt also ging es auf die Bühne.

Mit 25 Athleten wurde es ganz klar eine schwierige Klasse. Auch die Qualität der Athleten war durch die Bank weg eigentlich gut – so meine Einschätzung. In der Vorwahl hat es insgesamt 5 Einzelvergleiche gegeben. Bei den ersten vier davon durfte ich jedes Mal mit kämpfen. Es war ein verflucht harter und anstrengender Kampf, das kann ich euch sagen. Spätestens im letzten Vergleich will ich nicht wissen wie die Posen ausgesehen haben, da waren meine Beine einfach zu. Alles in allem hat es aber einen riesigen Spaß gemacht und es hat für das Finale gereicht.

Im Anschluss an die Vorwahl bekommt man von Zuschauern natürlich immer eine Menge Feedback. Viele haben mich ganz vorn mit dabei gesehen und im Finale haben mich sowieso alle gesehen. Alles in allem war das Feedback grundsätzlich positiv. Trotzdem: Es ist ein BB-Wettkampf und da kommt 1. „immer alles anders“ und 2. „als man denkt.“

Und im Finale sollte es dann auch zutreffen. All die positiven Feedbacks haben natürlich für etwas ‚Vorfreude‘ gesorgt. Dennoch habe ich mich versucht zusammen zu reißen und das ganze auszublenden um auf der Bühne dann noch einmal alles zu geben. Für gewöhnlich findet eine große Veränderung der Platzierung nach der Vorwahl, im Finale, nicht statt. Dieses Mal wurden im Finale die Karten noch einmal komplett neu gemischt. Als Ergebnis in meiner Klasse ist dann der 5. Platz raus gekommen. Anfangs dachte ich mir „puuh naja shit happens, hat halt nicht für mehr gereicht“. In angebracht der gesundheitlichen Umstände und der Klassenbesetzung auch ein akzeptables Ergebnis. Allerdings hat der Moderator des Abends bei der Ergebnis Zusammenrechnung etwas zur Formveränderung, die an so einem Wettkampftag über den Mittag hin passieren kann, gesagt und mich dabei ziemlich stark fokussiert, weshalb ich mich schlussendlich auch angesprochen gefühlt habe. Aus diesem Grund habe ich nachgehackt und bei einigen Bekannten und Freunden, welche im Zuschauerfeld saßen sowie Personen der Wettkampfleitung bzw. des Vereins vor Ort. Schlussendlich stellt sich heraus und war auch der Inhalt einer Aussage einer Person der GNBF-Leitung vor Ort, dass ich tatsächlich nach der Vorwahl in den Top-3 platziert gewesen bin, um die Aussage genau zu nehmen sogar auf 1. Doch scheint meine Form sich über den Mittag dermaßen verschlechtert zu haben, dass die Teilung der Beine komplett verschwunden ist und auch meine Farbe war ziemlich… ‚beschissen‘ und es nur noch für den 5. Platz gereicht hat.

Puuh ja was soll ich sagen: So richtig verarbeitet habe ich das Ganze noch immer nicht. Wenn es wirklich so ist und ich denke die Aussage kann man für voll nehmen, dann… ja ist es eigentlich in Worte nicht zu beschreiben. Ich jeden Falls finde nicht die passenden Worte dazu und bin ehrlich gesagt auch erst einmal „am Boden ‚zerstört‘“.

Jetzt heißt es erst einmal Gras über die Sache wachsen lassen, den Magen wieder in den Griff bekommen und richtig gesund werden. Ob es diese Saison noch Starts geben wird weiß ich heute noch nicht. Potentielle Meisterschaften gäbe es noch ein paar.

Sobald ich die ersten Bilder habe werden auch diese hochgeladen und auf Facebook zu  finden sein.

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Kopf hoch, Digga! Gegen Krankheit kann keiner was machen und ein 5. Platz bei 25 Teilnehmern ist doch fett! Ausserdem war die Kür ganz cool!

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