In dem folgenden Zweiteiler möchte ich euch über meinen bisherigen Weg, meine Motivation und das Ziel dieser Wettkampfvorbereitung informieren. Viel Spaß beim lesen und dem ergründen meiner Motive.

Irgendwann im Mai habe ich mich dazu entschieden, in diesem Jahr noch einmal eine Wettkampfvorbereitung in Angriff zu nehmen. Der Gedanken ist mir schon länger im Kopf herumgeschwirrt. Ebenfalls war mir die ganze Zeit bewusst: Wenn ich diese Vorbereitung noch einmal in Angriff nehme, dann läuft alles anders. Es läuft mit einer anderen Ernährungsphilosophie und einer komplett anderen Trainingsphilosophie. Okay, das mit der Ernährungsphilosophie, dem Aufbau der Diät, war wie sich herausgestellt hatte, doch nicht ganz so klar…

Angefangen habe ich mit der Diät nach einigem hin und her am 02.06. Der eigentliche Plan ist gewesen zunächst 4 Wochen kontrolliert aber ohne Defizit zu essen. Aufgrund meines geplanten längeren Auslandsaufenthaltes habe ich mich dann doch dazu entschieden schon früher mit der Diät anzufangen um einfach ein kleines bisschen Spielraum zu haben. Ich bin mit einer Highcarb, lowfat Diät eingestiegen und habe das Fastenprinzip des Intermittent Fasten (IF) genutzt. Das Konzept bin ich knapp zwei Wochen gefahren und bin von 77,9 auf 73,8 kg gefallen. Zusätzlich musste ich für mich feststellen, dass ich mich sehr unwohl damit gefühlt habe. Ich war weder leistungsstark noch konnte ich mich genug auf meine Arbeit konzentrieren. Drum habe ich mich entschlossen das Konzept über den Haufen zu werfen und meine Makroverteilung noch einmal überarbeitet. Raus gekommen ist, angelehnt an das Carbbackloading (CBL) eine highfat Diät. Wie der Gewichtstabelle zu entnehmen ist, ist das Gewicht in der Zeit ziemlich viel rauf und runter gegangen. Da sich die Form jedoch ganz eindeutig verbessert hat, habe ich das nicht weiter berücksichtigt. Eingestiegen bin ich in den neuen Plan mit knapp 3000kcal und habe diese zwischendurch zwei Mal reduziert bis ich bei round about 2600kcal pro Tag angekommen bin. Einen Überblick zu den Ernährungsplänen findet ihr im Folgenden hier: Ernährungsplan ab Woche 20    Ernährungsplan ab Woche 17

Auf den 2600kal fahre ich jetzt ca. seit dem 06. Juli und mit diesem Programm fühle ich mich sehr gut, abgesehen von einigen wenigen Tiefpunkten fühle ich mich sogar teilweise richtig wohl. Auch habe ich hier eine Unterteilung in Off-/On-Days getroffen, entsprechend in Trainingstage und trainingsfreie Tage: Ernährungsplan ab Woche 15 On-day    Ernährungsplan ab Woche 15 Off-day

Sicherlich, wie der Gewichtstabelle Gewichtstagebuch zu entnehmen ist, gibt es immer wieder Steine im Weg, welche es gilt zu überwinden. Der Trip nach Berlin war kein einfacher, besonders in Bezug auf das Essen war der Trip alles andere als leicht. Aber auch mit einer 1-wöchigen Auszeit musste ich umgehen, da es mir den Magen verdorben hat. Ich kann mir nicht erklären woher das gekommen ist, zumal ich abgesehen davon, dass ich nichts essen konnte, keine anderen Probleme oder Symptome hatte. Als größte Hürde ist natürlich der Urlaub in Kanada anzusehen. 3 Wochen in einem fremden Land ohne eine Gewissheit wie es mit dem Training und der Ernährung aussieht. Dazu werdet ihr jedoch in den nächsten Tagen einen eigenen Bericht erhalten.

Nachdem ihr nun up to date seid, wie die letzten Wochen grob verlaufen sind möchte ich euch ein wenig daran teilhaben lassen, warum es überhaupt dazu gekommen ist. Dazu gibt es einen kurzen Abriss vom Beginn meiner ersten Vorbereitung an (Januar 2011). Bevor ich in die erste Vorbereitung gestartet bin, habe ich eine längere Pause gehabt. Eingestiegen bin ich also in die erste Diät von null auf hundert. Anfangs mit der maßgeblichen Unterstützung von IFBB Profi Markus Becht habe ich einen lowcarb, lowfat, highprotein Ernährungsplan verfolgt. Es gab in der Masse Hühnchen, Brokkoli und Reis mit etwas pflanzlichen Fetten. Ich glaube ich bin damals mit 2300-2400kcal eingestiegen. Zu der Unterstützung kam es im Rahmen der Body Extreme Revolution, welche es noch unerfahrenen Athleten ermöglichen möchte erste, unverbindliche Erfahrung auf der Bühne zu sammeln – ganz nebenbei ein für den Bodybuildingsport schönes Projekt. In der ersten Vorbereitung habe einen ganz klassischen 3er-Split (damals noch Brust/Trizeps, Rücken/Bizeps, Beine/Schulter) verfolgt. 3 Tage on, 1 Tag off. Im Verlaufe der Vorbereitung, aus zeitlichen Gründen, konnte ich die Unterstützung von Markus nicht mehr wahrnehmen. Via muskelbody.info habe ich Verbindung zu einem anderen ehemaligen Wettkampfathleten knüpfen können. Dieser hat meinen Plan noch einmal überarbeitet, ab diesem Zeitpunkt galt es also: zerofat, lowcarb und highprotein. Zusätzlich wurden zu anfangs 1h Cardio, gegen Ende der Diät 2h Cardio zusätzlich veranschlagt. Das Fazit für mich aus dieser Vorbereitung: Eine lowcarb, zerofat Diät raubt einem jegliche Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Insbesondere bei solch einem starken sportlichen Pensum findet keinerlei Regeneration mehr statt und mit fallendem Körperfettanteil wird es umso schlimmer. Bezeichnend für diese Vorbereitung ist gewesen, dass ich bei 20° und Sonnenschein, während alle anderen mit T-Shirt und kurzer Hose herumgelaufen sind, mit einem Rollgrabenpullover, einem T-Shirt und einer Jacke draußen herumgelaufen bin. Der ganze Metabolismus war im Arsch. Aus Selbsterhaltungstrieb, so bin ich mir sicher, hat mein Körper mehr Muskelmasse verbraten als Körperfett und notwendig gewesen wäre. Mein Wettkampfgewicht belief sich damals auf 63kg.

Im Anschluss an diese Saison habe ich mich dazu entschieden im Herbst einen erneuten Versuch zu starten und mich dazu entschieden mich hoch zu bulken. In den knapp drei Monanten Offseason die mir zur Verfügung standen habe ich mich mit teilweise 3500-5000kcal/Tag auf ca. 78kg hoch gebracht.

…Fortsetzung folgt

eat clean get lean be strong

Euer Alex

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Vielen Dank, dass du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt.
Es ist sehr interessant v.a. da ich in wirklichen vielen Bereichen ähnliche Erfahrungen gemacht habe

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